Der Sondershäuser Verband Akademisch-Musikalischer Verbindungen (SV) (vgl. auch den entsprechenden Wikipedia-Eintrag) ist kurz gesagt ein Korporationsverband musischer, nichtschlagender und nicht farbentragender, aber farbenführender Studentenverbindungen. Aktuell umfasst der Sondershäuser Verband 23 aktive Bünde zwischen Kiel und Innsbruck sowie Aachen und Berlin an. Zehn weitere Bünde bestehen zudem derzeit nur als Philisterverband. Unser jüngstes Mitglied ist im Dezember 2014 in Bayreuth gegründete Akademisch-Musische Verbindung Wilhelmina Bayreuth im SV. Eine Übersicht über die Bünde und ihre Internetpräsenzen findest Du übrigens hier.

Gemeinsame Grundlage der SV-Verbindungen ist das musische Prinzip, das besonders durch Chöre, Orchester und Theateraufführungen gepflegt wird. Darüber hinaus gibt es in den einzelnen Verbindungen zum Teil auch andere musische Gruppen wie Bigbands oder Rockbands. Der SV selbst veranstaltet mehrmals im Jahr diverse Workshops und Fortbildungswochenenden zum Thema Chor- und Orchestermusik, Jazz sowie Tanz und Theater.

Drei kurze, aber dennoch spannende Fakten aus der Geschichte des SV

Geschichtlich geht der SV zurück auf einen sog. "Kartellvertrag" aus dem Jahre 1867 zwischen dem Akademischen Gesangverein München und der Akademischen Liedertafel, dem sich in den darauf folgenden Jahren immer mehr studentische Gesangvereine anschlossen. Damit ist der Sondershäuser Verband nicht nur einer ältesten Korporationsverbände, sondern auch einer der ältesten Kulturverbände Deutschlands. Bemerkenswert ist der Vertrag auch aufgrund der Tatsache, dass dieser Vertrag ja zwischen Gesangvereinen aus Preußen und Bayern geschlossen wurde, also just aus Ländern, die sich noch ein Jahr zuvor kriegerisch gegenüberstanden. Das war auch kein Zufall, denn es ging auch damals schon darum,

 
sich nicht an politischen Staatsgrenzen zu orientieren, sondern den Menschen und die Kultur an sich ohne Ressentiments ins Zentrum zu stellen.Der Sondershäuser Verband war zudem einer der ersten Korporationsverbände, der infolge der '68er-Bewegung begann, sich den Frauen zu öffnen. Derzeit sind 17 der 23 aktiven Bünde gemischt, fünf Bünde sind (noch) Männerbünde. Eine Besonderheit gibt es in Hamburg: hier gibt es sowohl einen reinen Frauen- als auch eine reinen Männerbund. Beide arbeiten aber eng miteinander und bilden gemeinsame Ensembles.

Damit ist der Sondershäuser Verband heute der einzige bundesweit organisierte Kulturverband für Studierende, da es auch sonst keinen anderen studentischen Zusammenschluss mit kultureller Ausrichtung auf Bundesebene gibt, der sowohl Frauen als auch Männern die Mitgliedschaft ermöglicht.

Der Name "Sondershäuser Verband" geht übrigens zurück auf die Stadt Sondershauen bzw. genauer: auf das frühere Fürstengeschlecht Schwarzburg-Sondershausen. Diese Verbindung existiert seit 1894. Seit 1897 tragen wir den Namen "Sondershäuser Verband", und wir sind sehr froh und stolz darüber, dass wir auch heute eine sehr enge Verbindung zur Stadt Sondershausen und zur Bevölkerung haben. Nicht nur wir freuen uns, wenn wir nach Sondershausen fahren, sondern die Sondershäuser freuen sich auch, wenn wir kommen. Hierfür sind wir sehr dankbar. Besonders häufig und besonders gern sind wir übrigens in der Landesmusikakademie Sondershausen zu Gast.

Weitere Informationen findest Du auch auf der Homepage des Sondershäuser Verbandes. Zur Ergänzung haben wir hier eine Karte mit allen aktiven, suspendierten und früheren SV-Verbindungen. Wir aktualisieren momentan die Kartendarstellung und bitten daher um Verständnis, dass sie derzeit noch nicht vollständig ist.


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Legende

Obere Hälfte des Icons: Darstellung der Bundesfarben

Linker Stern:

  • grün: Gemischt-Bund
  • blau: Männer-Bund
  • grau: derzeit keine Aktivitas vorhanden

Rechter Stern:

  • schwarz: Philisterverband vorhanden
  • grau: derzeit kein Philisterverband vorhanden

 

Unser Chor

steht auch Studierenden mit weniger Chorerfahrung offen, denn auch ihnen möchten wir die Möglichkeit bieten, im Gesang einen Ausgleich zum Studium zu finden.

Unser Orchester

hat einen Faible für eher selten gespielte und unbekannte Werke aus allen Epochen, macht aber trotzdem um Haydn und Schubert keinen Bogen. Und als einziges der Orchester in Göttingen gibt es bei uns kein Vorspielen.

Unser Theater

bietet die Möglichkeit, sich im darstellenden Bereich auszuprobieren. Denn bei uns stehen die Freude am Spiel und die Sammlung von Theatererfahrung im Vordergrund.

Unsere Big Band

swingt und groovt, was das Zeug hält - und hat gerade beim 8. internationalen BigBand-Contest "Swingin´ Saxonia" in der Kategorie "Amateure" den zweiten Platz gewonnen!

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